Donnerstag, 27. Dezember 2012
Die Schwierigkeit, heutzutage ein schwuler Fußballer zu sein
Jeden Morgen lese ich mir die neuesten News in Film, Politik und Sport durch, damit ich immer auf dem Laufenden bin. Auch am 11.09.2012 tat ich das…und traf auf eine Überschrift, die mich fröhlich stimmte: „Deutscher Profi-Fußballer outet sich“. Für mich war sofort klar, dass damit eine neue Ära im Fußball eingeleitet würde, wenn doch endlich einer unserer Jungs zu seiner sexuellen Neigung offen stehen könnte. Das Interview war geprägt von Hoffnung, Ängsten und gleichzeitig von der Abwesenheit des Spielers. Dies machte mich dann doch wieder traurig. Denn das Outing ohne Namen zeigt nur, dass ein Outing im Fußball offensichtlich noch nicht möglich ist. Immer noch herrscht die Idee vor, dass Fußballer starke Männer sind und der Sport eine männerdominierte Art des Zeitvertreibs ist. Schwule Fußballer gelten als schwach und zu weiblich, was meines Erachtens gar nicht stimmt. Denn es macht doch keinen Unterschied, auf wen ein bestimmter Fußballer steht. Solange er auf dem Sportplatz seine Leistung bringt, ist doch alles okay. Oder sehe ich das etwa falsch? Warum verstehen das die Menschen heute immer noch nicht und verurteilen Personen wegen ihrer sexuellen Neigung??? Wir leben im 21. Jahrhundert und führen uns auf wie Neandertaler. Das macht mich äußerst traurig und gleichzeitig wütend. Meiner Meinung sollte sich die Einstellung zu bestimmten Dingen, wie zum Beispiel dieses Thema, doch endlich mal ändern.
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