Montag, 31. Dezember 2012

Was das Jahr 2013 bringt

Das neue Jahr steht vor der Tür, die Silvesterparty ist bald in Gange mit Raketen, Knallern, Essen, Getränken und Chips und man möchte nur noch ausgelassen das alte Jahr verabschieden und das neue Jahr willkommen heißen. Dass der letzte Abend feucht-fröhlich wird, stellen viele gar nicht erst in Frage, ist es doch ein willkommener Anlass, die Puppen tanzen zu lassen. Während der ganzen Feierei frag ich mich immer wieder, ob 2013 anders, besser oder einfach nur normal sein wird. Darauf weiß ich keine Antworten, denn mir ist klar, dass ich mein Jahr 2013 nur selbst gestalten kann. Deshalb habe ich mir für die kommenden 365 Tage verschiedene Dinge vorgenommen. Normalerweise halte ich nicht viel von Vorsätzen fürs neue Jahr, könnte man diese doch auch genau dann anfangen, wenn sie einem einfallen. Man sollte nicht erst auf das neue Jahr warten, damit man sich ändert. Und doch glaube ich, dass für mich die Gleichsetzung Neujahr = Neuanfang in diesem Jahr äußerst wichtig ist, damit ich das auch durchziehen kann. Angefangen bei den üblichen Dingen wie weniger Alkohol trinken, mehr auf gesunde Ernährung achten, ein wenig abnehmen bzw. den Körper fitter machen. Doch habe ich mir auch vorgenommen, dass das Jahr 2013 mein Activity Year wird. Nähen, schreiben, lesen, recherchieren, Konzerte und Berichte darüber. All das steht auf meinem Plan und ich habe mir ernsthaft vorgenommen, dass alles irgendwie umzusetzen.

Wie sieht es bei euch aus? Was haltet ihr von Vorsätzen fürs das neue Jahr? Welche Vorsätze habt ihr und habt ihr das schön öfter gemacht?

Sonntag, 30. Dezember 2012

Wenn Realität und Fiktion verschwimmen

Hawaii Five-0, Dean Winchester, durch Städte laufende Zombies, die verrückten Abenteuer von Shawn und Gus mit ihrer Hellseher-Detektei „Psych“ oder wieder in einer Arena kämpfende Gladiatoren: all dies sind Erfindungen der Medien in Form von TV-Serien. Sie ziehen viele Fans jeden Tag rund um die Uhr vor den Bildschirm; so auch mich. Dabei fiebere ich immer wieder dem Handlungsverlauf der aktuellen Folge mit und hoff, dass die Hauptcharaktere es am Ende doch noch schaffen, den Fall zu lösen oder die Dämonen zu besiegen. Man selbst entwickelt einen Faible für bestimmte Charaktere und beginnt, sich mit ihnen ein Stück weit zu identifizieren. Dies geschieht vor allem dadurch, dass man die Meinung des Charakters teilt und somit immer wieder auf seiner Seite steht. Genau deshalb wirken Serien immer wieder so real oder zumindest realgetreu. Man sieht keine perfekten Personen auf dem Bildschirm hin und her laufen, die keinerlei Fehler haben. Jeder hat seine Macken und muss mit seinen eigenen Dämonen kämpfen, so wie im eigenen Leben.

Doch bei einigen Menschen geht die alleinige Freude daran, diese Serie zu verfolgen, für meinen Geschmack manchmal ein bisschen zu weit. Sie identifizieren sich nicht nur mit dem Charakter und der Serie, sie beginnen auch, sich in diese hinein zu denken und zu glauben, dass die Charaktere in der Form wirklich existieren. Sie bilden sich ein, eine Verbindung mit dem Charakter zu haben und gleichzeitig auch die Serie ständig in den Himmel loben zu müssen. Dies tun sie auch dann, wenn es auch mal keine so allzu gute Storyline gibt. Außerdem ertragen sie Kritik von anderen bezüglich einer Person der Serie oder gar der ganzen Storyline nicht und werden dann aggressiv und herablassend. Dadurch zeigt sich, dass diese Leute sich zu sehr auf das TV-Leben eingelassen haben und nicht mehr so recht Realität von Fiktion unterscheiden können. Für sie ist die Serie zu ihrem Leben geworden und stellt nicht mehr ein bloßes Kurzweil für einen selbst dar.

Ich finde dies sehr problematisch, zeigt es doch, dass einige Menschen ihr Leben auf die Fiktion ausrichten und es auch wollen. Sei es, um der eigenen Realität zu entfliehen oder die Stärke des Charakters für sich selbst zu verwenden. Denn für mich scheint es so, als flüchten sich diese Personen in die Fiktion, um ein scheinbar besseres Leben zu leben. Doch das ist ein Trugschluss, dem man entgegen wirken muss.

Samstag, 29. Dezember 2012

Fußball WM in Katar – wo steckt da der Sinn?

Als feststand, dass die WM 2022 in Katar ausgetragen wird, war ich außer mir. Wie kann ein solches Land wie Katar, nicht größer als ein Schweineeimer und ohne Beteiligung an einer WM in der ganzen Geschichte, den Zuschlag bekommen, solch ein großes Ereignis auszutragen? Die einzige einleuchtende Antwort ist „Geld“. Denn Geld hat heutzutage die Macht, sogar einen kleinen Landklecks wie Katar zu solch einer Ehre zu verhelfen. Diese ganze Sache kann einen nur wütend machen. Aus verschiedenen Gründen. Denn diese Entscheidung zeigt, dass die FIFA offensichtlich nur noch ein geldgeiler, Tugenden wegwischender Verein ist, der sich wenig um den Sport „Fußball“ schert. Die Ideale werden einfach mit Füßen getreten und für mehr Geld und Ruhm bekommt ein Land wie Katar einfach mal den Vortritt vor anderen Ländern. Doch frage ich mich immer wieder, wie und wo dieses Land die ganzen Stadien, die für eine WM erforderlich sind, erbaut werden sollen? Ich kann mir nicht vorstellen, dass das funktionieren sollte, ohne lächerlich zu werden. Außerdem ist es in Katar in den Sommermonaten brütendheiß, sodass es für Spieler, Fans und andere Beteiligte entschieden zu heiß werden würde. Klimaanlagen wären dann sinnvoll, würden aber die Umwelt stark belasten. Ich frage mich immer wieder: Wie sollen diese wichtigen Punkte angegangen werden, gibt es doch schon jetzt keine hinreichend guten Lösungsansätze.

Auch wenn ich mich bezüglich der Korruptionsbeschuldigungen ein bisschen weit aus dem Fenster beuge, glaube ich nicht, dass diese Vergabe der WM an das Land Katar mit rechten Dingen zuging. Nicht umsonst gab es heftige Kritik, die aufzeigte, dass im Vorfeld der Vergabe Stimmen erkauft worden sind. Denn welchen anderen Grund soll es sonst noch geben, warum Katar zum Beispiel gegen ein Land wie Amerika gewinnt?

Freitag, 28. Dezember 2012

Rausgeschmissenes Geld für Prestige-Objekte in der Gesellschaft


Fast jeden Tag wachsen neue Gebäude aus dem Boden wie Gras auf einer Wiese. Viele davon sind äußerst wichtig und erfüllen einen Zweck: Krankenhäuser, Feuerwehr-Stationen und Schulen. Diese sind vor allem auf die Gesellschaft ausgerichtet und dienen nur dieser; versorgen, beschützen, aufziehen. Durch andere Gebäude wiederum will man vor allem das Ansehen der Stadt oder Gemeinde anheben, sie dienen als Aushängeschild für die Stadt und ihren Wohlstand. Genau das sollte auch mit der Elbphilharmonie in Hamburg geschehen. Bauanfang war 2007, Bauabschluss und Eröffnung sollte 2010 sein. Doch durch verschiedene Gründe wurde die Fertigstellung immer wieder verzögert. Während die anfänglichen Kosten für die Stadt Hamburg 77 Mio Euro betrugen, ist man im Dezember 2012 auf eine Summe von 575 Mio Euro gekommen. Schuld sind daran Mehrkosten für Hochtief und Kosten für Bauverzögerung. Uneinigkeiten der Stadt mit der Baufirma führten zu diesen Problemen und lassen das Gebäude immer noch unvollendet in der Elbe stehen.

Ich finde es eine Frechheit, dass das Gebäude so lange gebaut wird und gleichzeitig die Kosten so überstrapaziert werden. Denn durch diese Aktion wurde die Gemeinde Hamburg stark gespalten. Pro’s und Contra’s werden hin und hergeworfen. Den Menschen wird vorgegaukelt, dass dieses Gebäude der Stadt gut tun wird, in mehreren Hinsichten. Außerdem sieht es einfach nicht gut aus, wenn man mit der Bahn in Hamburg ankommt oder eine Elbfahrt zu Schiff macht. Von allen Seiten kann man das unfertige Gebäude sehen und fragt sich, ob es jemals anders sein wird. Touristen fragen sich, was dieses halbfertige Gerüst darstellen soll und mittlerweile zucken Hamburger nur noch die Achseln, weil sie es selbst nicht mehr wissen, bzw. wissen wollen. Mir geht es ähnlich, denn ich belächele die ganze Aktion einfach nur noch. Selbst für die Zukunft sehe ich nicht, dass die Elbphilharmonie je ein wirkliches Prestige-Objekt sein wird…nicht ohne diese Vorgeschichte! Vielleicht irre ich mich ja, doch bis dahin bleibe ich bei meiner Meinung.

Donnerstag, 27. Dezember 2012

Die Schwierigkeit, heutzutage ein schwuler Fußballer zu sein

Jeden Morgen lese ich mir die neuesten News in Film, Politik und Sport durch, damit ich immer auf dem Laufenden bin. Auch am 11.09.2012 tat ich das…und traf auf eine Überschrift, die mich fröhlich stimmte: „Deutscher Profi-Fußballer outet sich“. Für mich war sofort klar, dass damit eine neue Ära im Fußball eingeleitet würde, wenn doch endlich einer unserer Jungs zu seiner sexuellen Neigung offen stehen könnte. Das Interview war geprägt von Hoffnung, Ängsten und gleichzeitig von der Abwesenheit des Spielers. Dies machte mich dann doch wieder traurig. Denn das Outing ohne Namen zeigt nur, dass ein Outing im Fußball offensichtlich noch nicht möglich ist. Immer noch herrscht die Idee vor, dass Fußballer starke Männer sind und der Sport eine männerdominierte Art des Zeitvertreibs ist. Schwule Fußballer gelten als schwach und zu weiblich, was meines Erachtens gar nicht stimmt. Denn es macht doch keinen Unterschied, auf wen ein bestimmter Fußballer steht. Solange er auf dem Sportplatz seine Leistung bringt, ist doch alles okay. Oder sehe ich das etwa falsch? Warum verstehen das die Menschen heute immer noch nicht und verurteilen Personen wegen ihrer sexuellen Neigung??? Wir leben im 21. Jahrhundert und führen uns auf wie Neandertaler. Das macht mich äußerst traurig und gleichzeitig wütend. Meiner Meinung sollte sich die Einstellung zu bestimmten Dingen, wie zum Beispiel dieses Thema, doch endlich mal ändern.

Montag, 24. Dezember 2012

Fußball ist unser Leben (über den Sinn und Unsinn des Anhängertums)

Samstag nachmittag 15.30 Uhr, ein großes Thema: BUNDESLIGA. Vor dem Radio, in den Sports-Bars, in Kneipen tummeln sich immer wieder zahlreiche Vereinsanhänger, um die Konferenz zu hören und / oder zu schauen. Doch was wäre die Bundesliga und ihre Vereine ohne die Fans, die immer wieder Tickets kaufen und sich das ein oder andere Spiel live im Stadion anschauen. Väter mit ihren Söhnen und Töchtern, hartgesottene Gruppen von Jungs, die schon immer Fan waren, aber auch alte Herren und Damen lassen sich die Chance nicht entgehen, mal dabei zu sein und die Atmosphäre im Stadion regelrecht einzusaugen. Dies sind die Fans, die man braucht…sie unterstützen die Vereine mit ihrem Glauben und ihrer Hingabe. Das bekommen die Mannschaften mit und spielen somit noch befreiter auf. Denn immerhin haben sie ein Publikum, dem sie was bieten wollen und auch müssen.

Doch leider gibt es auch andere Fans, die sich selbst gerne als Ultras bezeichnen. Sie reisen zu jedem Spiel mit, haben riesige Banner, auf denen sie ihre Unterstützung noch einmal deutlich machen. All dies wäre ja nicht weiter schlimm (im Gegenteil, es wäre ein riesiger Mehrwert), wenn sich diese Ultras nicht immer wie eine Horde von Ungebildeten aufführen würden. Denn Bengalos , Hassparolen, Drohungen, maskierte Zuschauer…all das hat im Stadion nichts zu suchen. Gerade erst bei meinem letzten Stadionbesuch musste ich feststellen, dass bei genau diesen Menschen der Realitätssinn so langsam abhanden geht. Denn Sie merken nicht, dass das Spiel eben nur ein Spiel ist und nicht überbewertet werden darf. Na klar soll man sich ärgern, wenn der heißgeliebte Spieler der Lieblingsmannschaft mal wieder zum ordentlich Fußball spielen in den Keller geht. Allerdings gehen Drohungen gegen Spieler und Verein zu weit und gehören einfach nicht dorthin.

Doch dann finde ich wieder die Loyalität der „normalen“ Fans auf den Rängen gut, die auch gerne mal den Fanblock auspfeifen, weil dort wieder mal Bengalos angezündet und somit das Stadion vollgeräuchert werden und Toilettenpapier o.ä. auf das Spielfeld geworden wird. Allerdings frage ich mich, reicht das aus, um auch die übertreibenden Fans auf den richtigen Weg zurückzuführen? Und was ist der richtige Weg in dieser Angelegenheit?

Sonntag, 23. Dezember 2012

Die neue Generation

Smartphone, Buch, Terminplaner, MP3-Player…wenn man eine S-Bahn auf ihren Inhalt überprüfen würde, dann wären dies die meistgefundenen Gegenstände bei den Passagieren. Diese Gegenstände zählen zu den wichtigsten Items für vielen Menschen. Ob geschäftlich oder privat. Sie sind nicht mehr wegzudenken aus dem heutigen Leben und Lebensstandard. Ich selbst benutze mein Smartphone täglich, nicht nur um zu telefonieren oder SMS zu schreiben. Auch mein tägliches Abrufen der Welt-News steht auf dem Plan. Währenddessen werden meist die Kopfhörer in die Ohren gestopft und Musik angemacht, manchmal um die Welt auszublenden, aber meistens um ein bisschen zu entspannen und so die kleinen Sorgen, die man mit sich rumschleppt, zu vergessen und für einen Moment beiseite zu schieben. Auch Bücher sind oft und gerne gesehen, bei einer langen Fahrt zur Arbeit auch irgendwie verständlich. Es verkürzt die Zeit und bringt Kurzweil. Während früher eine gepflegte Unterhaltung unter anderem als Zeitvertreib galt, möchten heute viele Menschen für sich allein sein. Scheinbar vergraben sie sich in ihre Privatsphäre und lassen nur wenige Leute hinein. Aber ist das immer gleich zwangsläufig falsch / schlecht und führt zum Nicht-Sozialsein? Das ist eine Frage, die ich mir oft stelle…ich selbst habe sie für mich mit einem klaren NEIN beantwortet, doch was ist mit euch?

Samstag, 22. Dezember 2012

Weihnachtstrubel, Weihnachtswahnsinn

Endlich habe ich alle Geschenke zusammen. Alle übers Internet geshoppt. Eine sehr entspannte Angelegenheit, wenn man weiß, was man kaufen will. Doch gibt es ja auch die Variante, alles in den Geschäften zu kaufen. Ich persönlich finde das keine schöne Variante, hasse ich doch shoppen gehen. Allerdings zieht es jedes Jahr unzählige Menschen in die Innenstadt der Metropolen, wo sie für ihre Lieben Parfum, Bücher, Gutscheine, DVDs und andere Dinge kaufen. Dabei verfallen die Menschen in einen regelrechten Kaufrausch und nehmen alles mit, was sie kriegen können. Ein schrecklicher Nebeneffekt, den ich dadurch immer wieder bemerke, ist, dass die Menschen gestresst, schlecht gelaunt und maulig sind. Ein kleiner Rempler reicht, um das Fass zum Überlaufen zu bringen. Aus der besinnlichen Weihnachtszeit wird ganz schnell der Ort des Grauens, an dem sich nur meckernde Menschen befinden, die doch ENDLICH alle Geschenke für Mutter, Kinder, Großeltern und Freunde zusammen haben wollen.

Für mich stellt sich die Frage jedes Jahr: Warum nehmen die Menschen das in Kauf? Jeder weiß, dass Weihnachten nichts mehr mit Besinnlichkeit zu tun hat, sobald es ans Geschenke-Kaufen geht. Und trotzdem nehmen sie es immer wieder in Kauf. Soll das heißen, Menschen sind einfach zu doof, um das zu merken oder sind sie einfach nur Masochisten, die das gerne einmal im Jahr auf sich nehmen? Ich weiß es nicht…aber jeder wird nach Weihnachten mal wieder drei Kreuze machen und sich vergeblich sagen: „Nächstes Jahr schenken wir uns nichts!“

Freitag, 21. Dezember 2012

Die Jahrhundert-Windhose

Quelle des Bildes: Wikipedia

New York. Die Stadt, die niemals schläft, immer strahlt (im wörtlichen und übertragenen Sinne), Anziehungspunkt von Karriere-Bergsteigern und Touristen. Schwer vorstellbar, wievele Menschen tagaus und tagein in den Straßenbahnen unterwegs sind, um von A nach B zu gelangen. Viel zu viele Taxis schleppen sich regelmäßig durch die Rush-Hour. Doch am Montag, den 29.10.2012, war all dies nicht mehr so wichtig. Denn Sandy kam und alle schauten auf sie. Wer jetzt an einen Star aus Film und Fernsehen denkt, liegt vollkommen daneben. Sandy der Hurrikan, das Naturphänomen schlechthin in den USA, rollte / flog / raste…egal…kam auf die Stadt zu und maß 1800km. Ich fand das Ganze schwer vorstellbar, sind doch 1800km die komplette Nord-Süd-Ausrichtung Deutschlands UND wieder zurück (2 x ca. 880km). In den Nachrichten verfolgte ich die Vorbereitungen auf den Sturm und die „Schadensbeseitigung“ seit dem Sturm. Freunde in New York waren tagelang nicht erreichbar, weil der Strom fehlte. Immer wieder führte ich mir vor Augen, dass es Hamburg auch so treffen würde, sollte ein ähnliches Naturphänomen auf diese Stadt zurollen. Der Gedanke macht mich auch jetzt noch nervös, gab es doch vor 50 Jahren eine große Sturmflut in Hamburg, die weite Teile der Stadt zerstörten.

Gerade in solchen Zeiten fällt einem auf, dass man sich nicht nur solidarisch zeigen muss. Es ist auch unbeschreiblich einfach, dies zu tun und kommt fast von allein. Nicht Mitleid schüren diese Solidarität, sondern die eigenen Erfahrungen, die mit dem aktuellen Ereignis immer wieder verglichen werden. So tragen Menschen, auch ohne es zu wissen, ihren ganz eigenen Beitrag zum Konzept „Gesellschaft“ bei. Dabei frage ich mich, ob immer nur solche Ereignisse erforderlich sind, um den Zusammenhalt in der Weltbevölkerung zu verstärken?

Donnerstag, 20. Dezember 2012

Das Ende ist nah

Quelle: www.advent-verlag.de

Schon wieder! Ständig muss man sich das anhören: Weltuntergang hier, Monster-Asteroid da…es hört einfach nicht auf mit den Hiobsbotschaften. Und doch leben die Menschen immer noch mehr oder minder glücklich auf der Erde und haben schon so einige „Neuanfänge“ der Welt mitgemacht. Ich denke da noch an den Millennium-Jahreswechsel. Die Medien sprachen davon, dass die Computernetze zusammenbrechen würden und somit das gerade erst in den Babyschuhen steckende Zeitalter der Supertechnik schon bald wieder das Zeitliche segnen sollte. Auch wurde schon mehrmals von Endzeitstimmung in Form von Alien-Ankünften gesprochen. Hamsterkäufe wurden gemacht und viele Menschen bereiteten sich wirklich auf das Ende vor. Auch in diesem Jahr soll die Welt mal wieder untergehen…morgen ist der Tag aller Tage. Das Jüngste Gericht wird kommen. Die Mayas haben vorausgesagt, dass am 21.12.2012 eine neue „Zeitrechnung“ und somit die bis dahin bekannte Daseinsform des Menschen so nicht mehr existiert. Sie hielten sich dabei an Sternkonstellationen.

Auch das glauben viele Menschen heute…ich selbst gehöre nicht dazu. Doch ob nun glauben oder nicht, wir werden es wohl morgen sehen. Ich kann mir zwar nicht vorstellen, wie das alles von statten gehen soll. Aber wenn es wirklich so sein sollte, dann lass ich mich gerne belehren…oder auch nicht, wenn das gar nicht mehr möglich ist.

Was allerdings an der ganzen Sache interessant ist, ist die Frage, warum so viele Menschen diesen Behauptungen, die ja durchaus plausibel erklärt werden, Glauben schenken? Ist es ein Stück weit Fantasie, was sie leitet oder doch eher die von mir bereits angesprochene Sensationslust, so etwas mitzuerleben? Oder klingt es allein deshalb so glaubhaft, weil wir zahlreiche Endzeitfilme kennen, die sich genau mit dieser Thematik beschäftigen? Ich kann es nicht sagen, glaube aber, dass alle drei Dinge ein wenig in die Wahrheit mit hineinspielen.

Guttenbergen leicht gemacht



Überall liest man es. Das Handelsblatt, die Bild und alle erdenklichen Seiten im Internet schreiben darüber. Das Plagiieren ist anscheinend im Trend. Vor allem Politiker scheinen diesem Trend verfallen zu sein, wollten sie doch ihre Doktorarbeiten unbedingt und vor allem unrechtmäßig mit Gedankengut anderer Menschen bereichern. So was bringt mich ja auf die Palme…vielleicht weil ich verpasst habe, auch solch eine Glanzleistung des Klauens abzuliefern oder weil ich selbst so lange an meiner Magisterarbeit gesessen und mir den Kopf über das richtige Zitieren und die Angabe der Quellen zerbrochen habe, während Damen und Herren Politiker Ihre Bearbeitungszeit verkürzten durch die neue Methode des Guttenbergens.

Doch wahrscheinlich kann man das nicht in den beiden Nicht-Farben Schwarz und Weiß betrachten, hat doch auch das Bildungswesen seinen Anteil dran. Denn faktisch haben Doktoranden nicht mehr die Zeit dazu, genau zu recherchieren und sich eigene Gedanken zu machen. Sie verlieren sich in der Vorbereitungen von Vorlesungen und Seminaren für den Doktorvater bzw. die Doktormutter, müssen zur Förderung durch Drittelmittel Recherchen betreiben und eigentlich ihre Doktorarbeit weit weg schieben. Das ganze Dilemma will ich nicht in Schutz nehmen, aber die Ursachen und Gründe sind so vielzählig wie der Sand am Meer.

Was mich dabei am meisten ärgert ist die Tatsache, dass die Politiker in der Öffentlichkeit präsent sind und somit eine Vorbild-Funktion haben. Sie wollen Engagement, Courage und Beteiligung an der Gesellschaft unter den Menschen wecken. Und doch versagen sie an den grundlegenden Daseins-Formen des Menschen. Für mich ein trauriges Zeugnis für den Zusammenhalt von Menschen in Form einer Gesellschaft, weiß man doch nicht, was man den Politikern glauben soll und ob sie überhaupt vertrauenswürdig sind. Ich bin mir schon nicht mehr so sicher, wie das funktionieren soll.

39 Kilometer über der Erde

Felix Baumgartner…wer ist eigentlich dieser Typ? Das fragte ich mich immer genau dann, wenn der bevorstehende Sprung vom Rand des Weltalls erwähnt wurde. Ich kannte ihn nicht, fand auch die Idee, aus 39 km Höhe einen Sprung Richtung Erde zu wagen, ziemlich bescheuert. Und trotzdem zog es mich an dem Sonntag vor den Fernseher, da Mensch nun doch ein bisschen sensationsgeil ist und sehen will, was passiert. Während Baumgartner seine letzten Vorbereitungen abschloss, schüttelte ich nur immer wieder den Kopf, da ich nicht verstehen konnte (und es immernoch nicht kann), wie man so was tun kann, ohne die größte Panikattacke in Anbetracht dieser Tatsache zu bekommen. Als er dann sprang, wirkte alles ziemlich surreal. Der Flug selbst sah für meinen Geschmack ein bisschen zu ungefährlich aus, als wäre der Erdboden aus Watte. Er flog und flog, die Menschen gafften und gafften und die Kommandozelle mitsamt der Familie Baumgartner hielt den Atem an und hoffte, dass alles gut geht. Nach 4 Minuten und einem telemarkverdächtigen Aufsetzen Baumgartners war der ganze Spuk vorbei. Die Menschen staunten (so auch ich) und der Arzt checkte…während Felix Baumgartner wahrscheinlich genau dann erst mit dem Gedanken auf der Erde ankam.

Für mich sind solche Taten unbegreiflich, doch muss man sagen, der Mann hat Eier!!! Hätte ich oben in der Kaspel gesessen kurz vor dem Sprung, ich hätte mich irgendwo festgekrallt und um mein Leben gebettelt. Aber machen wir uns nichts vor, ich wäre ja nicht mal in das Ding eingestiegen. Und ich gehöre im Grunde nicht zu der Angsthasen-Fraktion. Tja, kann halt nicht jeder so ein Held sein, muss auch nicht sein.