Freitag, 21. Dezember 2012

Die Jahrhundert-Windhose

Quelle des Bildes: Wikipedia

New York. Die Stadt, die niemals schläft, immer strahlt (im wörtlichen und übertragenen Sinne), Anziehungspunkt von Karriere-Bergsteigern und Touristen. Schwer vorstellbar, wievele Menschen tagaus und tagein in den Straßenbahnen unterwegs sind, um von A nach B zu gelangen. Viel zu viele Taxis schleppen sich regelmäßig durch die Rush-Hour. Doch am Montag, den 29.10.2012, war all dies nicht mehr so wichtig. Denn Sandy kam und alle schauten auf sie. Wer jetzt an einen Star aus Film und Fernsehen denkt, liegt vollkommen daneben. Sandy der Hurrikan, das Naturphänomen schlechthin in den USA, rollte / flog / raste…egal…kam auf die Stadt zu und maß 1800km. Ich fand das Ganze schwer vorstellbar, sind doch 1800km die komplette Nord-Süd-Ausrichtung Deutschlands UND wieder zurück (2 x ca. 880km). In den Nachrichten verfolgte ich die Vorbereitungen auf den Sturm und die „Schadensbeseitigung“ seit dem Sturm. Freunde in New York waren tagelang nicht erreichbar, weil der Strom fehlte. Immer wieder führte ich mir vor Augen, dass es Hamburg auch so treffen würde, sollte ein ähnliches Naturphänomen auf diese Stadt zurollen. Der Gedanke macht mich auch jetzt noch nervös, gab es doch vor 50 Jahren eine große Sturmflut in Hamburg, die weite Teile der Stadt zerstörten.

Gerade in solchen Zeiten fällt einem auf, dass man sich nicht nur solidarisch zeigen muss. Es ist auch unbeschreiblich einfach, dies zu tun und kommt fast von allein. Nicht Mitleid schüren diese Solidarität, sondern die eigenen Erfahrungen, die mit dem aktuellen Ereignis immer wieder verglichen werden. So tragen Menschen, auch ohne es zu wissen, ihren ganz eigenen Beitrag zum Konzept „Gesellschaft“ bei. Dabei frage ich mich, ob immer nur solche Ereignisse erforderlich sind, um den Zusammenhalt in der Weltbevölkerung zu verstärken?

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