Jeden Tag nehme ich mit meinem Handy unzählige Bilder auf und poste sie bei Instagram. Meist sind es Bilder von Landschaften, Schildern oder Gebäuden. Ein kurzer Klick auf eine der verschiedenen Modi und schon habe ich ein vergilbtes, ein buntes oder ein helles Bild. Instagram bietet einige Chancen, die selbstgeschossenen Bilder in ein anderes Licht zu rücken.
Nachdem ich nun das Bild gepostet habe, bin ich stolz wie Bolle und freu mich, ein so geniales Foto gemacht zu haben. Der Rahmen fängt perfekt die Situation ein und die Farben sind auch super abgestimmt. Ich bin also rundum zufrieden, wie ich dieses Bild nun ins WWW jage.
Viele andere Menschen denken bei diesen Aufnahmen ähnlich und nicht selten denken einige davon, dass sie nun richtige Fotografen sind und richtig Ahnung von ihrem "Handwerk" haben. Doch kann man bei genauerer Betrachtung erkennen, dass auch sie ganz furchtbar einfache Laien sind, die nur auf einen Knopf drücken und dann durch verschiedene Modi nur andere Farben auf das Bild legen. Sie verstehen nichts von Verschlusszeit, Brennweite, manuellem Fokus usw.
Das soll nicht heißen, dass sie nichts von Fotos verstehen, doch haben sie einfach kein tiefgreifendes Wissen zu dem Komplex der Fotografie. Mir geht es ja eigentlich nicht wirklich anders...deshalb habe ich mir jetzt vorgenommen, mit meiner Kamera durch die Gegend zu laufen und immer wieder neue Einstellungen auszuprobieren. Es wird sich ja zeigen, wie ich mich weiterentwickeln kann.
Auf jeden Fall reicht mir Instagram auf lange Sicht als meine Ressource für Fotos und ihre Bearbeitung nicht mehr aus...
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