Kein Notruf, keine Vorwarnung. Alles ging ganz schnell, als
am Dienstag der Kontakt zu GermanWings Flug 9525 abbrach. Online erfuhr ich
zuerst davon, doch schon kurze Zeit später waren Radio und TV voll von
Mitteilungen zum Unfallort, zu den Passagieren und Piloten. In den ersten
Meldungen hieß es, dass es wohl keine Überlebenden gebe, was mich unsagbar
traurig stimmte.
Viele Menschen solidarisierten sich mit den Angehörigen der
Opfer, tauschten Ihre Icons auf Facebook und Twitter aus und gedachten der
Passagiere. Ich fand diese Anteilnahme sehr rührend, und habe mich auch daran
beteiligt.
Auch hörte ich auf der nahe gelegenen Autobahn um 10:41 Uhr
am Folgetag die LKWs ihre Hörner betätigen und somit ein Zeichen für die Opfer
setzen.
Nur Tage später tat ein Pilot eines Germanwings-Flugs das
Unbeschreibliche, begrüßte jeden einzelnen Passagier und teilte ihnen mit, dass
auch er abends sicher bei seiner Familie sein möchte und auf jeden Fall den
Flug so angenehm und sicher machen wird.
Ich war gerührt von diesen Aktionen, die so zahlreich waren.
Doch legte sich recht schnell die Angst über die Menschen, da man nun
hinterfragte, wie sicher Fliegen sei und ob man doch besser auf andere
Verkehrsmittel umstieg. Ich für meinen Teil werde nicht auf das Transportmittel
"Flugzeug" verzichten, da auch Bus und Bahn ihr Gefahrenpotenzial
haben. Natürlich hat man irgendwie ein mulmiges Gefühl, aber auch in anderen
Fortbewegungsmitteln legt man die Verantwortung in die Hände anderer Menschen,
kann also nie ganz sicher sein, dass alles glatt geht.
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